Wissenschaft zum Anfassen – FLOW-Tag an der Weisach bei Pfarrweisach
Mit großem Interesse und viel Engagement untersuchten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte der Weisach. Erfasst wurden unter anderem die Gewässerstruktur, chemisch-physikalische Parameter sowie die im Bach lebenden Kleintiere – das sogenannte Makrozoobenthos. Dazu zählen beispielsweise Larven von Insekten, Bachflohkrebse oder Wasserschnecken, die wichtige Hinweise auf den Zustand eines Gewässers geben können.
„Die Wasserlebewesen sind für uns besonders spannend, weil sie gewissermaßen das Gedächtnis eines Baches darstellen“, erläutert Sabine Fuchs. „Während chemische Messwerte immer nur eine Momentaufnahme liefern, zeigen die vorkommenden Arten, wie es dem Gewässer über einen längeren Zeitraum geht.“
Ergänzend wurden chemisch-physikalische Parameter des Wassers untersucht. Die bisherigen Ergebnisse deuten auf eine mäßige Belastung der Weisach hin, eine abschließende Bewertung ist jedoch erst nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse möglich.
Mit Keschern ausgerüstet wurde der Bachabschnitt sorgfältig untersucht, Funde bestimmt und dokumentiert. Unterstützt wurde der FLOW-Tag von interessierten Menschen, die gemeinsam einen abwechslungsreichen und erkenntnisreichen Tag am Wasser verbrachten.
Dieser endete allerdings etwas früher als geplant: Gegen 14 Uhr musste die Untersuchung wegen eines aufziehenden Gewitters abgebrochen werden. „Wir sind regelrecht geflüchtet“, berichtet Sabine Fuchs schmunzelnd. Trotz des abrupten Endes bleibt der Tag in guter Erinnerung – als spannende Aktion, bei der Wissenschaft direkt vor der Haustür erlebbar wurde.
Weitere Informationen zum Citizen-Science-Projekt FLOW finden Sie unter www.flow-projekt.de sowie unter www.baunach-allianz.de.
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