Frühjahrsklausur der Jugendbeauftragten in Baunach

22. April 2026 : Austausch, Historische Einblicke und starke Netzwerke - Mehr lesen ...

Rund 23 ehrenamtliche Jugendbeauftragte aus dem Landkreis Bamberg sind zur
diesjährigen Frühjahrsklausur in Baunach zusammengekommen. Viele von ihnen
engagieren sich zugleich als Stadt- und Gemeinderäte und bringen damit
wichtige Perspektiven aus der kommunalen Praxis in die Jugendarbeit ein.

Zum Auftakt begrüßte Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt die
Teilnehmenden an der neuen Mehrzweckturnhalle. In einer anschaulichen
Baustellenführung erläuterte er die Planungsprozesse und Herausforderungen,
die mit dem Neubau verbunden sind. Dabei wurde deutlich, welche zentrale Rolle
moderne und ausreichend große Hallen in den Gemeinden spielen. Auch im
Landkreis Bamberg stehen viele Vereine vor der Herausforderung, geeignete
Räume für ihre Aktivitäten zu finden. Ob Sport, Brauchtumspflege oder
musikalische Nachwuchsarbeit – etwa in Blasorchestern und Jugendkapellen – der
Bedarf an geeigneten Proben- und Veranstaltungsorten ist hoch.

Im Anschluss an die Führung nutzten die Jugendbeauftragten die Gelegenheit zu
einem gemeinsamen Spaziergang durch Baunach, der sie bis zu den historischen
Felsenkellern führte. Dort fand ein fränkisches Abendessen statt, das Raum für
intensiven Austausch und neue Kontakte bot. Ein weiterer Schwerpunkt des 
Abends war die Vorstellung des neuen Ferienportals für den Landkreis Bamberg.
Dieses digitale Anmeldesystem soll künftig die Organisation und Buchung von
Ferienprogrammen in den Gemeinden deutlich vereinfachen und modernisieren.

Auch die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements wurde im Rahmen der
Klausur besonders hervorgehoben. Kreisjugendamtsleiter Tobias Dusold
bedankte sich bei den Jugendbeauftragten für ihren Einsatz in den vergangenen
Jahren. Gleichzeitig würdigte er diejenigen, die ihr Amt künftig nicht weiterführen
werden – unter anderem, weil sie neue Aufgaben als Bürgermeisterinnen
übernehmen. Für die kommende Amtsperiode wünschte er den weiterhin aktiven
Jugendbeauftragten viel Erfolg und Motivation.

Ein besonderes Highlight des Tages bildete die anschließende
Nachtwächterführung durch die historische Altstadt von Baunach. Nachtwächter
Reinhold Schweda vermittelte dabei auf unterhaltsame Weise spannende
Einblicke in die Geschichte der Stadt. Themen wie die „Hölzernen Männer“ ein
Torwächter-Paar aus dem Jahr 1710, die örtliche Kirche mit dem „Heiligen Grab“
aus dem 1800 Jahrhundert, sowie die zahlreichen Felsenkeller sorgten für großes
Interesse bei den Jugendbeauftragten.

Die Frühjahrsklausur wurde von den Beteiligten als „richtig schön und sehr
interessant, bewertet. Neben fachlichen Impulsen standen vor allem der
persönliche Austausch und die Vernetzung im Mittelpunkt. „Solche Treffen sind
enorm wichtig, um voneinander zu lernen, neue Ideen mitzunehmen und die
Jugendarbeit im Landkreis gemeinsam weiterzuentwickeln“, betont
Kreisjugendpfleger und Organisator Oliver Schulz-Mayr.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, welchen hohen Stellenwert die
Jugendarbeit im Landkreis Bamberg hat – getragen von engagierten
Ehrenamtlichen, unterstützt durch die Kommunen und gestärkt durch ein
wachsendes Netzwerk.

Gruppenbild bei den „Hölzernen Männern“ in der Zehntscheune Baunach
Gruppenbild bei den „Hölzernen Männern“ in der Zehntscheune Baunach

Gruppenbild bei den „Hölzernen Männern“ in der Zehntscheune Baunach

Nachtwächter, Reinhold Schweda vor einem historischen Felsenkeller
Nachtwächter, Reinhold Schweda vor einem historischen Felsenkeller

Nachtwächter, Reinhold Schweda vor einem historischen Felsenkeller

Bürgermeister Tobias Roppelt bei der Baustellenführung der Mehrfachturnhalle
Bürgermeister Tobias Roppelt bei der Baustellenführung der Mehrfachturnhalle

Bürgermeister Tobias Roppelt bei der Baustellenführung der Mehrfachturnhalle

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