Damit Vielfalt selbstverständlich bleibt

28. Mai 2026 : Entdecker-TIPP! Mehr...

Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai klingt zunächst nach einem großen globalen Thema: bedrohte Arten, schwindende Regenwälder oder ferne Naturschutzgebiete. Doch biologische Vielfalt beginnt oft viel näher – direkt vor unserer Haustür.

In der Baunach-Allianz ist biologische Vielfalt vielerorts noch sichtbar: Hecken, Wiesen, Streuobstbestände, Waldränder und kleine Gewässer prägen unsere Landschaft. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und machen unsere Region besonders. Ein Blick in manch ausgeräumte Landschaft zeigt jedoch, dass dieser Naturreichtum Aufmerksamkeit und Pflege braucht, um erhalten zu bleiben.

Was bedeutet das konkret für jede und jeden Einzelnen? Oft sind es kleine Entscheidungen: ein heimischer Strauch statt Schotter, eine blühende Ecke im Garten, weniger Versiegelung oder einfach die Bereitschaft zu akzeptieren, dass Natur nicht immer geschniegelt und ordentlich aussehen muss. Eine Wildblume am Wegesrand oder eine Wiese, die etwas später gemäht wird, wirken vielleicht ungewohnt – können aber wertvollen Lebensraum bieten.

Auch die Gemeinden der Baunach-Allianz stehen vor der Aufgabe, Lebensqualität, Nutzung und Artenvielfalt in Einklang zu bringen. Öffentliche Grünflächen erfüllen viele Zwecke: Sie sollen gepflegt aussehen, nutzbar sein, Sicherheit bieten – und zugleich Raum für Natur lassen.

Der Tag der biologischen Vielfalt erinnert deshalb nicht nur an ein globales Thema. Er lädt uns auch dazu ein, unsere eigene Umgebung neu zu betrachten: Was wächst vor meiner Haustür? Welche Tiere entdecke ich noch? Und wie können wir gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Heimat lebendig, vielfältig und lebenswert bleibt?

Entdecker-TIPP!

Seien Sie neugierig und entdecken Sie Tiere und Pflanzen direkt vor Ihrer Haustür! Helfen können dabei Smartphone-Apps wie Flora Incognita (für Pflanzen) oder ObsIdentify (für Pflanzen und Tiere). Ein Foto genügt – und schon verraten die Apps Namen und spannende Fakten zu den entdeckten Arten.

Text: Sabine Fuchs

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