Kommunale Wärmeplanung der VG Baunach

Etwa 60 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf die Wärme- und Kälteerzeugung. Dafür werden heute hauptsächlich fossile Brennstoffe genutzt. Die Wärmeversorgung ist damit für einen erheblichen Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich, sei es durch Prozesswärme in Industrie und Gewerbe oder durch Heizungen in Wohngebäuden und kommunalen Einrichtungen.

Der Wärmeplan stellt einen strategischen Fahrplan dar, der aufzeigt, wie öffentliche Gebäude und Privathaushalte in Zukunft klimafreundlich mit Wärme versorgt werden können und in welchen Schritten und mit welchen Maßnahmen dies erreicht werden soll. Ziel ist es, eine CO2-neutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen. Gesetzliche Grundlage für die Durchführung ist das am 1. Januar 2025 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz.

Entscheidung zur Durchführung der Wärmeplanung
Die Verwaltungsgemeinschaft Baunach hat im November 2025 entschieden, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen und kommt damit ihrer gesetzlichen Verpflichtung aus dem Wärmeplanungsgesetz nach.

Gemäß Wärmeplanungsgesetz sind im Zuge des vereinfachten Verfahren Ergebnisse der Wärmeplanung im Internet zu veröffentlichen (Eignungsprüfung und Entwurf des Wärmeplans). Diese werden zu gegebenem Zeitpunkt an dieser Stelle veröffentlichen (s. Downloads).

Ablauf der Wärmeplanung

Der Planungsprozess der Wärmeplanung ist durch das Wärmeplanungsgesetz vorgegeben und gliedert sich in mehrere Abschnitte.

Eignungsprüfung
Die Eignungsprüfung steht am Anfang der Wärmeplanung. Sie dient dazu die Teilgebiete der Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft zu identifizieren, die sich nicht für die Wärmeversorgung über ein Wärme- oder Wasserstoffnetz eignen oder die heute bereits (nahezu) vollständig mit erneuerbaren Energien bzw. unvermeidbarer Abwärme versorgt werden. Für diese Gebiete ist eine verkürzte Wärmeplanung mit reduzierter Datenerhebung ausreichend bzw. keine Wärmeplanung erforderlich.

Bestandsanalyse
Im Zuge der Bestandsanalyse wird der Ist-Zustand der Wärmeversorgung ermittelt. Hierzu werden von den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft die Daten zur Ermittlung der aktuellen Wärmebedarfe oder -verbräuche sowie der vorhandenen Wärmeerzeuger und Energieinfrastrukturen, einschließlich der eingesetzten Energieträger erhoben und ausgewertet. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild der aktuellen Wärmeversorgungssituation in den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft.

Potenzialanalyse
Durch die Potenzialanalyse wird geprüft, welche unterschiedlichen Quellen erneuerbare Energien oder unvermeidbarer Abwärme perspektivisch für die Wärmeversorgung zur Verfügung stehen und unter wirtschaftlichen Bedingungen nutzbar gemacht werden können. Das können unter anderem die Nutzung des Wärmepotenzial von Gewässern oder von Abwasser sein oder die Erschließung geothermischer oder solarthermischer Potenziale.

Zielszenario und Einteilung in Wärmeversorgungsgebiete
Auf Grundlage der vorangehenden Analysen erfolgt die Entwicklung des Zielszenarios. Dieses stellt den Entwicklungspfad hin zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis 2045 dar. Teil des Zielszenarios ist die Einteilung der Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete. Diese Einteilung zeigt für das Zieljahr 2045 und für die Zwischenzieljahre 2030, 2035 und 2040, welche Quartiere in den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft beispielsweise zentral über ein Wärmenetz bzw. ein Wasserstoffnetz oder dezentral über eine eigene Anlage im Gebäude (z.B. eine Wärmepumpe oder Pelletheizung) versorgt werden sollen.

Umsetzungsstrategie
Die Umsetzungsstrategie ist ein mit Prioritäten versehener Maßnahmenplan, der beschreibt, mit welchen konkreten Projekten und Maßnahmen das formulierte Zielszenario erreicht werden soll. Die Maßnahmen der Umsetzungsstrategie werden einzelne Handlungsfeldern zugeordnet (z. B. Ausbau der erneuerbaren Energien, Wärmenetzausbau) und priorisiert. Dabei wird insbesondere ihr Beitrag zur Zielerreichung sowie das geschätzte Kosten-Nutzen-Verhältnis bewertet, um so eine zielorientiere und wirtschaftlich darstellbare Strategie zu erhalten.

Akteursbeteiligung

An der Erstellung der Wärmeplanung wird die Verwaltungsgemeinschaft Baunach lokale Fachakteure (z.B. Netzbetreiber, lokale Wirtschaftsvertreter etc.) beteiligen. In diesem Rahmen sind u.a. Experteninterviews geplant. Ziel ist es, die relevanten Fachakteure frühzeitig über die Wärmeplanung zu informieren und diese in die Entwicklung des Zielszenarios und konkreter Maßnahmen einzubinden.

Öffentliche Informationsveranstaltung

Während des Planungsprozesses findet eine Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft in jeder Kommune der Verwaltungsgemeinschaft statt, in denen über den Planungsprozess und Zwischenergebnisse informiert wird. Informationen zum Termin werden auf dieser Seite veröffentlicht.

Darüber hinaus wird die Verwaltungsgemeinschaft Baunach hier Zwischenergebnisse der Wärmeplanung veröffentlichen. In diesem Rahmen haben Sie die Möglichkeit Stellungnahmen abzugeben.

Kontakt

Frau Melina Weinkauf
Bauamt & Bauhofverwaltung
Bamberger Straße 1
96148 Baunach
Telefon: 09544 299-56
Telefax: 09544 299-20
E-Mail: M.Weinkauf@vg-baunach.de

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